Kunst bei NUKEM

Die Geschäftsführung von NUKEM beschloß Anfang des Jahres 2004 anlässlich der Renovierung des Gebäudes, der Arbeitswelt im Unternehmen neue Impulse zu verleihen. Hintergrund dieser Entscheidung war das Wissen, dass die Arbeitsumgebung mehr und mehr derjenige Raum ist, der die Menschen bestimmt, formt und fordert, und der Wunsch, dieser Raum möge eine Möglichkeit zur Identität bieten.

Der Wiesbadener Künstler und Galerist Jürgen Raitz von Frentz erhielt den Auftrag, ein Kunstkonzept für das Gebäude zu entwickeln. Sein Konzept greift die Architektur des Inneren auf: In allen Gängen stehen sich Stützpfeiler gegenüber, die jeweils ein Portal bilden und so jeden Gang zu einem bewussten Raum machen. Zu einem Raum, in dem die Blicke gelenkt, durch die optischen Unterbrechungen irritiert und gleichermaßen aktiviert werden. Um diese Raumbildung noch deutlicher zu machen, werden die Seitenteile der Portale farblich betont. Dafür hat Jürgen Raitz von Frentz einen zwölfteiligen Farbbogen entwickelt, der sich von blau über grün und gelb und rot wieder zu blau spannt. Mit einem jeweils individuellen Ausschnitt aus diesem Farbbogen wird der Blick des Betrachters gefangen und jeder Gang zu einer besonderen Erfahrung gemacht.

Und dieses Farbkonzept ist der Ausgangspunkt, auf dem sich das gesamte Konzept aufbaut: Die nun aktivierten architektonischen Merkmale beheimaten Bilder, die in der Farbgebung ihrer Malerei der Farbgebung der Portale entsprechen. Mit Fiona Léus, Uschi Lüdemann, Reinhard Roy und Jürgen Raitz von Frentz wurden vier Künstler ausgewählt, von denen jeder für sich eine eigene Maldisziplin vertritt, deren Werke aber, bei allem Kontrast, sich harmonisch verbinden.