Ergänzung zum Vertrag über Brennelementelager Ignalina unterzeichnet

In Anwesenheit des stellvertretenden litauischen Ministers für Energie und Vertretern der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) haben das Kernkraftwerks Ignalina und des Konsortiums GNS – NUKEM am 6. Mai 2009 eine Ergänzung zum bestehenden Vertrag für das Brennelementelager am Kernkraftwerk Ignalina unterzeichnet.

Nach dieser Vertragsergänzung ist die Betriebsabnahme der Anlage jetzt für März 2011 vorgesehen. Darüber hinaus wurde der Vertrag um zusätzliche Leistungen erweitert, die ursprünglich nicht gefordert waren. Unter anderem beinhaltet der Vertrag jetzt eine verbesserte Schutzfunktion für das Lagergebäude, ein neues System für die Klassifizierung von defekten Brennelementen, zusätzliche Sicherheitssysteme sowie Verbesserungen der Infrastruktureinrichtungen. Auch werden Änderungen von Normen und Standards berücksichtigt, die seit Vertragsunterzeichnung stattgefunden haben.

Bis zum heutigen Tag wurden bei der Projektabwicklung bereits wichtige Meilensteine erreicht: Die Technischen Designunterlagen wurden von der zuständigen litauischen Organisation VATESI akzeptiert. Vorbereitende Arbeiten auf der Baustelle wurden begonnen, die Planierungsmaßnahmen vor Ort sind bereits abgeschlossen. Aufgrund der Bodenverhältnisse sind Stabilisierungsmaßnahmen notwendig: Etwa 1700 Betonpfeiler müssen gesetzt werden; mit einer momentanen Verarbeitung von 300 Pfeilern pro Woche liegen diese Arbeiten vor dem Zeitplan. Die Lieferung der GNS CONSTOR® Behälter hat im März angefangen und schreitet mit einem Behälter pro Woche fort. Gemäß litauischen Vorschriften für nukleare Einrichtungen prüft zur Zeit ein unabhängiger Gutachter im Auftrag des Kernkraftwerks Ignalina die Technischen Designunterlagen. Der Abschluss dieses vom Konsortium unterstützten Prozesses wird für Mitte Juli erwartet, um mit den Bauarbeiten wie vorgesehen am 6. August 2009 beginnen zu können.

Im Januar 2005 hat das Kernkraftwerk Ignalina ein Vertrag mit dem deutschen Konsortium GNS – NUKEM für die Planung und den Bau eines Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente sowie die Lieferung von 190 Behältern unterzeichnet. Im Rahmen dieses Vertrages ist die Lagerung von rund 18.000 Brennelemente der Blöcke 1 und 2 des Kernkraftwerks Ignalina, des größten seiner Bauart weltweit, vorgesehen. Der Vertrag wird aus Mitteln des internationalen Stilllegungsfond für Ignalina finanziert, der von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) verwaltet wird. Die Lagereinrichtung basiert auf der bewährten Technologie der Trockenlagerung in Stahl-/Schwerbetonbehältern vom Typ CONSTOR®. Das Zwischenlager ist für eine Betriebszeit von mindestens 50 Jahren ausgelegt. Die Ausrüstung und die Sicherheitseinrichtungen des Lagers basieren auf bewährten Technologien und entsprechen sowohl den Vorgaben Litauens als auch der Europäischen Union.

Das Zwischenlager in Ignalina ist das dritte gemeinsame Projekt von GNS und NUKEM in Osteuropa. Gemeinsam haben die Partner bereits ein ähnliches Projekt im tschechischen Kernkraftwerk Dukovany verwirklicht, wo in der Mitte der 90er Jahre ein Lager für GNS-Behälter errichtet wurde. Außerdem realisieren die Partner zur Zeit ein vergleichbares Projekt für das bulgarische Kernkraftwerk Kozloduy, wo die Brennelemente ebenfalls in CONSTOR®-Behältern gelagert werden.


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