NUKEM errichtet Abfallbehandlungszentrum am litauischen Kernkraftwerk Ignalina

01.12.2005

  • EBRD Finanzierung in Höhe von rund 120 Millionen Euro
  • Größter internationaler Ingenieurauftrag in NUKEM-Firmengeschichte

Die RWE NUKEM GmbH, Alzenau, ist vom litauischen Kernkraftwerk Ignalina mit der schlüsselfertigen Errichtung eines Abfallbehandlungszentrums für feste radioaktive Abfälle beauftragt worden. Das Projekt im Wert von rund 120 Millionen Euro wird im Rahmen des internationalen Stilllegungsfond für Ignalina finanziert, der von der European Bank for Reconstruction and Development verwaltet wird.

Feste radioaktive Abfälle aus der Betriebszeit der Blöcke 1 und 2 des Kernkraftwerks Ignalina sind bislang auf dem Kraftwerksgelände gelagert. Im Zusammenhang mit der Stilllegung des Kraftwerks sollen diese Abfälle sowie die bei der Stilllegung anfallenden Abfälle im neu zu errichtenden Abfallbehandlungszentrum konditioniert und zwischengelagert werden. NUKEM plant und errichtet die dafür notwendigen Anlagen wie Entnahme- und Sortiereinrichtungen, Konditionierungsanlagen wie Zementierungs-, Verpressungs- oder Verbrennungsanlagen und Lagereinrichtungen. Es ist vorgesehen, das Abfallbehandlungszentrum bis Ende 2009 dem Kunden zu übergeben.

Mit diesem Auftrag aus Litauen unterstreicht NUKEM ihre führende Position auf dem Gebiet der radioaktiven Abfallbehandlung in Osteuropa. Hier hat das Unternehmen einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Aber der Auftrag ist auch ein Beweis für die gute Zusammenarbeit mit dem Kernkraftwerk Ignalina. Bereits Anfang 2005 wurde NUKEM hier im Konsortium mit GNS mit der Errichtung eines Zwischenlagers für abgebrannte Brennelemente und der Lieferung von Behältern beauftragt.

NUKEM plant ein großes Volumen der Arbeiten für das Abfallbehandlungszentrum Ignalina an litauische Unternehmen zu vergeben.


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