NUKEM übergibt Oberflächennahes Endlager in Tschernobyl an Kunden 

19.12.2007

Die NUKEM Technologies GmbH, Alzenau, hat am 19. Dezember 2007 das Oberflächennahe Endlager am Standort Tschernobyl dem Kunden SSE Technocenter übergeben. Damit hat NUKEM als erstes westliches Untenehmen am Standort Tschernobyl eine Anlage im Rahmen eines Abfallbehandlungsprojektes erfolgreich bis zur Übergabe an den Kunden fertig gestellt.

Im Oberflächennahen Endlager werden im Kernkraftwerk Tschernobyl angefallene kurzlebige radioaktiven Abfälle nach vorheriger Konditionierung gelagert. Das Lager befindet sich 17 Kilometer vom Kraftwerk entfernt am Standort VEKTOR innerhalb der 30-km-Zone.

Das Lager besteht aus zwei parallelen Reihen modularer Lagersegmente mit mobilen Serviceeinrichtungen zur Beladung und Abdeckung der Lagersegmente sowie diversen Systeme zur radiologischen Kontrolle und weiteren Hilfssystemen. Als Abfallgebinde sind Betoncontainer für die konditionierten Festabfälle und 200-Liter-Fässer für die konditionierten Flüssigabfälle vorgesehen. Die Lagerkapazität ist für 55.000 m3 behandelten Abfall ausgelegt. (55.000 m3 Rauminhalt entspricht etwa einem knapp acht Meter hohem Quader in der Größe eines Fußballfeldes nach internationalem Standard.) Das Lager ist für eine radiologische Überwachung von 300 Jahren nach der Einlagerung ausgelegt. Nach dieser Zeit ist die Radioaktivität der Abfälle soweit abgeklungen, dass keine Kontrolle mehr notwendig ist. Der Aufbau des Lagers entspricht weitestgehend dem oberflächennahen Endlager El Cabril in Spanien.

Das Oberflächennahe Endlager ist Teil des ICSRM-Projektes, in dessen Rahmen NUKEM ein Abfallbehandlungszentrum für die Konditionierung von festen radioaktiven Abfällen im industriellen Maßstab in Tschernobyl errichtet. Weitere Anlagenteile wie Entnahme- und Konditionierungseinrichtungen werden im nächsten Jahr dem Kunden übergeben. Nach einer internationalen Ausschreibung wurde NUKEM 2001 mit der schlüsselfertigen Errichtung dieser Anlagen beauftragt, das Projekt wird von der EU im Rahmen des TACIS-Programms finanziert.


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