NUKEM untersucht Korruptionsvorwürfe in der Ukraine

06.10.2006

Der ukrainische Fernsehsender Channel 5 hat am 5. Oktober einen Mitschnitt eines Gespräches zwischen einem NUKEM-Mitarbeiter und dem Direktor des Kernkraftwerkes Tschernobyl ausgestrahlt. In diesem Gespräch, das im September 2005 stattfand, hat der NUKEM-Mitarbeiter dem Direktor des Kernkraftwerkes offensichtlich persönliche Vorteile versprochen. NUKEM errichtet im Auftrag des Kernkraftwerks in Tschernobyl ein Abfallbehandlungszentrum zur Konditionierung und Lagerung fester radioaktiver Abfälle. Die NUKEM GmbH distanziert sich ausdrücklich von der Verhaltensweise des Mitarbeiters. Die Geschäftsführung hat sofort eine umfängliche Untersuchung der Vorgänge eingeleitet. Der betreffende Mitarbeiter wurde umgehend freigestellt. NUKEM geht davon aus, dass es sich hierbei um einen Einzelfall und ein individuelles Fehlverhalten eines einzelnen Mitarbeiters handelt. Das Unternehmen wird alle weiteren notwendigen Schritte zur Klärung des Sachverhaltes durchführen. NUKEM kooperiert dabei eng mit allen zuständigen Behörden, um eine möglichst rasche und lückenlose Aufklärung herbei zu führen. In diesem Zusammenhang wird NUKEM Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft stellen.


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