Rückbau des VAK geht voran

13.04.2006

  • Zerlegung des Stahlliners
  • Entlassung aus dem Atomgesetz für Ende 2006 geplant

RWE NUKEM, Generalunternehmer und Geschäftsbesorger für den Rückbau des Versuchsatomkraftwerks Kahl (VAK), wird unmittelbar nach Ostern mit der Zerlegung des Reaktorsicherheitsbehälters des VAK beginnen.

Der Reaktorsicherheitsbehälter, auch Stahlliner genannt, ist ein Behälter aus Stahl, dessen Funktion es war, im Falle eines Druckaufbaus aufgrund einer Fehlfunktion den Austritt von Radioaktivität zu verhindern.

Der Stahlbehälter hat eine Gesamthöhe von 46,1 m, davon ragen 25,6 m aus der Erde. Er hat einen Durchmesser von 13,7 m. Die Wandstärke variiert von 14 bis 21 mm. Die inneren Betonstrukturen und der äußere Beton wurden bereits abgebaut. Der Stahlliner wurde dekontaminiert. Das Landesamt für Umwelt hat Kontrollmessungen durchgeführt und die radiologische Freigabe der Strukturen bestätigt.

Als Vorbereitung für die Zerlegung wird ein Gerüst gebaut. Die Zerlegung soll mit einem handelsüblichen Brennschneider erfolgen. Dabei entstehen zwei große und viele kleine (ca. 2 m x 2 m) Teile, die von einem Autokran gehalten und abgehoben werden. Die Teile verbleiben vorerst auf dem Gelände.

Mit dem Stahlliner verschwindet das letzte Teil des ehemaligen Reaktorgebäudes vom Standort, weitere Gebäude vor Ort werden Schritt für Schritt zurückgebaut. RWE NUKEM rechnet mit der Entlassung des Standortes aus dem Geltungsbereich des Atomgesetzes für Ende 2006.

Im Jahr 1961 wurde im VAK der erste Strom aus Kernenergie zur Einspeisung in das deutsche Stromnetz erzeugt. 1985 wurde das Versuchsatomkraftwerk stillgelegt. RWE NUKEM übernahm 2001 als Geschäftsbesorger und Generalunternehmer die Verantwortung für den Rückbau.


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