RWE NUKEM schließt Rückbau des Biologischen Schildes im VAK ab

30.07.2003

  • 360 Tonnen Beton und Stahl demontiert

Die RWE NUKEM GmbH, Alzenau, eine Tochtergesellschaft der RWE Solutions AG, Frankfurt am Main, hat nach neun Monaten den Rückbau des Biologischen Schildes im Versuchsatomkraftwerk Kahl (VAK) abgeschlossen.
Der Biologische Schild in einem Kernkraftwerk ist eine Betonumhüllung des Reaktordruckgefäßes, der zur Abschirmung der Strahlung dient. Aufgrund der langen Betriebsdauer des Kraftwerks war der Biologische Schild aktiviert. Messungen des Strahlenschutzes ergaben, dass eine fernbediente Zerlegung erforderlich war.
Ziel war es, die Materialien so weit abzubauen, dass eine spätere, uneingeschränkte Freigabe der Reststrukturen möglich ist, so Walter Hackel, Leiter des Rückbauprojektes in Kahl.
Intensive Planungen und Versuche in der Vorphase des Rückbaus haben zur Wahl des idealen Arbeitsgerätes geführt: ein fernbedienter Kleinbagger, der je nach Erfordernis mit verschiedenen Meißeln oder einer Hydraulikschere ausgestattet werden konnte. Damit wurden der Beton sowie die darin liegenden Bewehrungseisen und Kühlrohre demontiert. Ausgebaut wurden ca. 310 Tonnen Beton und ca. 50 Tonnen Eisen.
Bei den Arbeiten sind alle Aspekte des Strahlenschutzes und der lüftungstechnischen Trennung berücksichtigt worden, ebenso wurde die aufwändige Materiallogistik erfolgreich durchgeführt.
Das ausgebaute Material wurde unter Aufsicht des Gutachters radiologisch bewertet und in verschiedene Abfallkategorien klassifiziert. Rund 60 Prozent davon werden im bayerischen EVU-Zwischenlager Mitterteich eingelagert. Das übrige Material ist von der Behörde zur eingeschränkten Nutzung freigegeben und wird deponietechnisch verwertet.

RWE NUKEM hat Anfang 2001 als Geschäftsbesorger und Generalunternehmer die Verantwortung für den Rückbau des VAK übernommen. VAK erzeugte im Jahr 1961 den ersten Strom aus Kernenergie, der ins deutsche Stromnetz eingespeist wurde. Seit 1985 ist die Anlage stillgelegt.


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