RWE NUKEM und GNB errichten Trockenlager für abgebrannte Brennelemente am bulgarischen Kernkraftwerk Kozloduy

07.06.2004

  • Lagerkapazität für 2800 abgebrannte Brennelemente
  • Finanzierung durch den Internationalen Stilllegungsfond für das Kernkraftwerk Kozloduy (KIDSF)

Am 31. Mai 2004 fand in Sofia die offizielle Unterzeichnung für ein neues Trockenlager für abgebrannte Brennelemente am bulgarischen Kernkraftwerk Kozloduy statt. Ein Konsortium aus RWE NUKEM (Konsortialführer), Alzenau, und GNB, Essen, wird diese Anlage schlüsselfertig errichten. Der Vertrag im Wert von 48,7 Millionen Euro wurde nach einer internationalen Ausschreibung an die Konsortialpartner vergeben. Die Errichtung des Trockenlagers wird durch den Internationalen Stilllegungsfond für das Kernkraftwerk Kozloduy (KIDSF) finanziert. Die Europäische Union trägt zu diesem Fond durch ihr Phare-Progamm ebenso bei wie verschiedene EU-Mitgliedsstaaten und die Schweiz. Der Stilllegungsfond wird von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung verwaltet. Der Vertrag beinhaltet die schlüsselfertige Errichtung eines neuen Trockenlagers für 2800 abgebrannte Brennelemente des Typs WWER-440 des Kernkraftwerks Kozloduy. Die Konzeption des Lagers beruht auf der Verwendung von CONSTOR-Behältern. Die Genehmigungsprozesse entsprechen den bulgarischen Vorschriften sowie internationalen Richtlinien. RWE NUKEM verantwortet neben dem Projektmanagement die Auslegung und Errichtung des Lagergebäudes und der Nebenanlagen sowie die Sicherheitsanalyse. GNB entwickelt und fertigt 34 CONSTOR-Behälter sowie die erforderlichen Handhabungs-Systeme. Die Auslegung des Trockenlagers garantiert über einen Zeitraum von mindestens 50 Jahren die sichere Zwischenlagerung der abgebrannten Brennelemente. Die Anlage wird erweiterungsfähig geplant: In der Endstufe ist die Lagerung von 8000 Brennelementen des Typs WWER-440 und 2500 Brennelementen des Typs WWER-1000 vorgesehen. Das Trockenlager in Kozloduy ist das zweite gemeinsame Lagerprojekt in Osteuropa von RWE NUKEM und GNB. In den 1990er Jahren haben die Konsortialpartner ein ähnliches Projekt im tschechischen Dukovany verwirklicht. Dort wurde eine Anlage errichtet, in der CASTOR-Behälter gelagert werden.


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