Von NUKEM Technologies geführtes Konsortium gewinnt Ausschreibung für ein Projekt zu nuklearer Sicherheit im Irak

Alzenau, 24 Juni 2015. Ein von NUKEM Technologies GmbH (NUKEM) geführtes internationales Konsortium erhielt den Zuschlag für das erste Projekt im Irak im Bereich der nuklearen Sicherheit. Dabei handelt es sich um ein Projekt zur Unterstützung des Irak bei der sicheren Endlagerung von schwach- und mittelaktiven Abfällen.

Der Irak hatte in der Vergangenheit ein umfangreiches Nuklearprogramm. Sämtliche kerntechnischen Anlagen wurden allerdings 1991 zerstört. Im Anschluss an mehrere internationale Initiativen hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) 2006 das Irakische Stilllegungsprojekt (IDP) ins Leben gerufen, um den Irak bei der Stilllegung von zerstörten kerntechnischen Anlagen, Behandlung von dabei entstehenden radioaktiven Abfällen, Sanierung von kontaminierten Standorten sowie Erarbeitung des entsprechenden gesetzlichen und normativen Rahmens zu unterstützen. Im Jahr 2009 hat die Europäische Union gemeinsame Schritte unternommen, um einen Beitrag zu diesem Programm zu leisten.
Das aus NUKEM, DBE TECHNOLOGY GmbH (DBE TEC) und JAVYS a.s., unterstützt durch MCM, Healvita Group und MUE Group, bestehende Konsortium ist zuständig für die Erstellung von Unterlagen, die für Standortbestimmung, Lizensierung und anschließende Errichtung eines oberflächennahen Endlagers erforderlich sind. Das Endlager ist sowohl für sämtliche Abfälle aus den vergangenen Tätigkeiten, als auch für die neu entstehenden Abfälle vorgesehen.

Die Kosten des auf drei Jahre angelegten Projekts belaufen sich auf 1,75 Mio. €. Die Finanzierung und das Management des Projekts werden von der Europäischen Kommission (EK) übernommen. Das Projekt ist für den Irak von strategischer Bedeutung und sieht eine enge Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung und mit allen relevanten Akteuren aus dem Bereich Stilllegung und Management von radioaktiven Abfällen vor. Dazu zählen das Ministerium für Wissenschaft und Technologie als Betreiber von kerntechnischen Anlagen; das Umweltministerium ist über das Zentrum für Strahlenschutz, die irakische Aufsichtsbehörde, eingebunden.
Die EK teilte mit, dass “das Projekt eine außerordentliche Bedeutung im Rahmen der Unterstützung des Irak bei der Organisation und Stilllegung von bestehenden kerntechnischen Anlagen, Behandlung von radioaktiven Abfällen und Sanierung von kontaminierten Standorten besitzt. Wir begrüßen den Einsatz dieses Konsortiums, welches internationales Fachwissen auf diesem Gebiet mitbringt”. Dieses wichtige Projekt wird von der IAEA unterstützt.

“Das Projekt stellt für die EK, den Irak und das Konsortium eine einzigartige Gelegenheit dar, das gemeinsame Fachwissen von NUKEM, DBE TEC, JAVYS und Partnern zu vereinen, um zur Umsetzung der irakischen Stilllegungsstrategie beizutragen. Wir freuen uns, dass im Rahmen einer internationalen Ausschreibung unser Konsortium für diese wichtige Arbeit ausgewählt wurde”, so Ulf Kutscher, Geschäftsführer der NUKEM Technologies GmbH.


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